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Praktische Schritte zum Profit Driven Marketing

Allgemein
Profit Driven Marketing

Ein rein umsatzorientiertes Marketing kann kurzfristig erfolgreich sein, bringt aber langfristig einige Risiken und Nachteile. Beim Profit Driven Marketing wechselt die Perspektive von der reinen Umsatzsteigerung hin zur nachhaltigen Rentabilität, um sicherzustellen, dass die Werbeausgaben tatsächlich in die profitabelsten Kampagnen und Produkte fließen und somit langfristig wirtschaftlich sind.

POAS statt ROAS: Die Kennzahl für Profitabilität im Marketing

Bislang galt der ROAS (Return on Ad Spend) als zentrale Messgröße im Performance-Marketing. Er beschreibt das Verhältnis zwischen den Werbekosten und dem dadurch erzielten Umsatz.

Einfach ausgedrückt: ROAS = Umsatz / Werbekosten. 

Diese Kennzahl verrät, wie viele Einnahmen eine Kampagne generiert – jedoch nicht, welcher Gewinn letztlich daraus entsteht.

Ein hoher ROAS kann den Eindruck erwecken, dass eine Kampagne profitabel ist. Liegen jedoch geringe Margen oder hohe Produktions- bzw. Einkaufskosten zugrunde, kann trotz gutem ROAS real ein Verlust entstehen.
Für ein wirklich gewinnorientiertes Marketing bietet sich daher eine präzisere Kennzahl an: POAS (Profit on Ad Spend). Im Unterschied zum ROAS betrachtet POAS nicht den Umsatz, sondern den Gewinn pro Werbe-Euro.

Die Berechnung ist simpel:

Profit on Ad Spend (POAS) = (Gewinn / Werbekosten) × 100%

Beispiel zur Berechnung

Erzielt eine Kampagne 10.000 € Umsatz bei 7.000 € Warenkosten, bleiben 3.000 € Gewinn. Betrugen die Werbekosten 2.000 €, so ist POAS = 3.000 € / 2.000 € = 1,5 (150%)

Dieses Ergebnis bedeutet, dass jeder investierte Euro 1,50 € Gewinn generiert hat. 

POAS > 1 (bzw. > 100%) signalisiert also eine profitable Kampagne, während POAS < 1 Verlust bedeutet.
Im Gegensatz dazu würde der ROAS im genannten Beispiel 5 betragen (10.000 €/2.000 €) – eine Zahl, die zwar hoch klingt, aber eben nicht zwischen profitablen und unprofitablen Umsätzen unterscheidet.

POAS = 1,5 → Jeder Werbe-Euro generiert 1,50 € Gewinn → profitabel.
ROAS = 5 → Klingt hoch, sagt aber nichts über die Rentabilität aus, da die Waren- bzw. Selbstkosten fehlen.

Profit Driven Marketing in der Praxis

Um Marketing profitabel zu steuern, sollten Entscheidungen konsequent auf klaren, wirtschaftlichen Kennzahlen basieren. Die folgenden Schritte helfen dabei, Marketingbudgets effektiver einzusetzen und den tatsächlichen Gewinn in den Mittelpunkt zu stellen:

1. Grundlagen schaffen

  • Prüfe die Bruttomargen auf Produktebene (Nettoverkaufspreis – Selbstkosten)
  • Identifiziere margenträchtige und margenschwache Segmente

2. Profit-Daten an Werbeplattformen übergeben

  • Übermittle Bruttogewinne an Google Ads, Meta etc
  • Nutze idealerweise serverseitiges Tracking oder verschleierte Client-Lösungen
  • Plane ggf. externe Unterstützung für die technische Umsetzung ein

3. Erfolg regelmäßig messen

  • Vergleiche erzielte Gewinne mit Werbekosten
  • Nutze vorhandene BI-Tools zur kanalübergreifenden Auswertung
  • Kontrolliere Werbekosten für niedrigmargige Produkte strenger
  • Ohne BI: Übermittle cost_of_goods_sold im Google-Produktfeed, um Bruttogewinne direkt in Google Ads auszuwerten

4. Auf Profit optimieren

  • Setze Prioritäten im Kampagnenbudget entsprechend der Profitabilität
  • Richte Kampagnen wie Google Performance Max oder Meta Advantage+ auf Gewinnmaximierung aus
  • Trainiere dein Bid-Management auf Profit-Ziele

Fazit: Profit Driven Marketing eliminiert das Risiko bei der Skalierung, sorgt für nachhaltiges Wachstum und lenkt das Budget dorthin, wo der echte Ertrag generiert wird. Möchtest du dein Marketing auf Profit ausrichten und brauchst Unterstützung?

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