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Online Marketing Recap: Google macht ernst & Amazon kauft fremd

Online Marketing Weekly
26.01.2026

Unsere Themen der Woche

Google stellt offenen Standard für Agentic Commerce vor

Google hat mit „UCP“ einen offenen Standard präsentiert, der es KI-Assistenten ermöglicht, mit Online-Shops zu interagieren. Das Ziel: Der gesamte Prozess – von der Produktsuche über den Kauf bis hin zum Support – soll künftig von KIs übernommen werden können. Käufe werden damit direkt im „AI-Mode“ von Google oder in der Gemini App möglich sein. Der Checkout erfolgt beispielsweise über Google Pay, später soll auch PayPal folgen.

Zusätzlich führt Google mit dem „Business Agent“ neue Möglichkeiten ein, etwa den direkten Chat mit Marken direkt in der Suche sowie „Direct Offers“ in Google Ads für Nutzer*innen mit hoher Kaufabsicht. Um die Auffindbarkeit zu verbessern, werden neue Datenfelder im Merchant Center integriert. Für Händler*innen bedeutet das: Es ist Zeit, sich auf diese grundlegenden  Änderungen vorzubereiten.

Amazon kauft für Kunden in anderen Shops ein

Amazon testet in den USA das Feature „Buy for me“. Dabei werden Produkte aus externen Shops automatisch in der Amazon App angezeigt – und das ohne explizite Zustimmung der betroffenen Händler*innen. Amazon scheint damit verhindern zu wollen, dass Kunden und Kundinnen die Plattform verlassen, möglicherweise auch als Reaktion auf neue KI-Agenten.Der Prozess funktioniert so: Der User kauft in der Amazon App, während Amazon im Hintergrund im Namen des Kunden beim eigentlichen Shop bestellt. Für Händler*innen sieht das wie eine normale Bestellung aus. Es gibt jedoch Berichte über veraltete Produktdaten oder falsche Bilder, was rechtliche Risiken und Reputationsschäden birgt. Wer als Shop nicht teilnehmen möchte, kann per E-Mail an branddirect@amazon.com widersprechen.

HDE-Konsumbarometer: Stimmung leicht besser, aber zurückhaltend

Der Index des HDE-Konsumbarometers steigt im Januar 2026 leicht an, nachdem die Stimmung im Dezember 2025 einen Tiefpunkt erreicht hat. Dennoch sinkt die Kaufbereitschaft im Vergleich zum Vormonat, während das Sparverhalten zunimmt. Der HDE erwartet für die kommenden Wochen kein nennenswertes Wachstum im privaten Konsum und damit vorerst auch keine Rekordumsätze.

Konsumenten und KI-Produktbilder

Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von World zeigt: Online-Shopper sind sich der Risiken im Netz bewusst. 45 % kennen die Gefahr von Fake-Shops, nur 14 % kaufen völlig sorglos ein. Besonders interessant: 28 % befürchten, durch KI-generierte Produktbilder getäuscht zu werden. Auch andere Umfragen bestätigen, dass Nutzer*innen KI-Bildern im E-Commerce misstrauen und mehr Transparenz fordern. Trotz dieser Bedenken kaufen die meisten weiterhin online ein – KI-Bilder werden diesen Trend vermutlich nicht stoppen.

YouTube: Mehr Monetarisierung bei kontroversen Themen

YouTube hat seine Richtlinien für werbefreundliche Inhalte aktualisiert. Videos zu bestimmten „kontroversen Themen“ können nun leichter voll monetarisiert werden. Das betrifft nicht-grafische Dramatisierungen oder Diskussionen über Themen wie Abtreibung, Selbstverletzung oder Missbrauch. YouTube begründet dies damit, dass die bisherigen Regeln die Monetarisierung oft auch bei fiktionalen oder rein diskursiven Inhalten eingeschränkt haben. Inhalte mit Fokus auf Kindesmissbrauch oder Essstörungen bleiben jedoch weiterhin von der vollen Monetarisierung ausgeschlossen. Werbetreibende sollten prüfen, in welchem Umfeld ihre Anzeigen ausgespielt werden.

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